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Viele bildende Künstler auf der im Auftrag von Goebbels und Hitler erstellten »Gottbegnadeten-Liste« setzten ihre Karrieren nach 1945 ungebrochen fort. Der Band beleuchtet kritisch aus kunst- und zeitgeschichtlicher Perspektive die Netzwerke, die hinter den Aufträgen standen, dokumentiert die Rezeption der zahlreichen Werke, die sich noch immer weitgehend unkommentiert im (halb) öffentlichen Raum befinden, und diskutiert den heutigen und zukünftigen Umgang mit ihnen, u. a. auf dem Olympiagelände Berlin, in der Staatsoper Wien und im Münchner Stadtbild. In Überblicksartikeln sowie Künstler- und Werk-Portraits zu u. a. Fritz Behn, Arno Breker, Hans Breker, Rudolf Eisenmenger, Hermann Kaspar, Georg Kolbe und Willy Meller leistet er so einen wichtigen Beitrag zur Kunstgeschichte nach dem Nationalsozialismus. - Mit Beiträgen von Jutta Braun, Wolfgang Brauneis, Irith Dublon-Knebel, Stefanie Endlich, Veronika Floch, Ambra Frank, Julia Friedrich, Swantje Greve, Clemens Heinrichs, Martin Hochleitner, Peter Paul Kubitz, Michaela Melián, Kaspar Mühlemann Hartl, Oliver Rathkolb, Dorothea Schöne und Franziska von Stenglin.