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Wegen einer unglücklichen Liebe soll sich Karoline von Günderrode 1806 das Leben genommen haben. Kerstin Campbell zeigt in ihrem Roman einen anderen Blick auf die 1780 in Karlsruhe geborene Dichterin Karoline von Günderrode, die an den bestehenden Verhältnissen verzweifelt. Sie will als Dichterin und Philosophin wahrgenommen werden, doch das bleibt ihr verwehrt. Ihr Geliebter, der Mythenforscher Friedrich Creuzer, löscht nach dem Tod das Werk der Günderrode mithilfe seines Freundeskreises aus. Bettine von Arnim, geborene Brentano, rettet mit ihren Büchern dreißig Jahre danach die Freundin vor dem Vergessen. - Karoline von Günderrode und Bettine von Arnim sehnen sich beide nach gesellschaftlicher Freiheit und werden zu Vorreiterinnen der Emanzipation in der Romantik. Zwischen den Perspektiven der beiden Frauen wechselnd, erzählt der Roman, basierend auf den Briefen und Werken Karoline von Günderrodes und Bettine von Arnims, die tragischen Ereignisse während der fünfjährigen Freundschaft bis zum Suizid Karoline von Günderrodes. In einer dritten Perspektive lässt die Autorin ihre Spurensuche einfließen.