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Simon Reynolds erzählt von der letzten großen Blütezeit der analogen Musikkultur und schließt damit direkt an sein Standardwerk zum Post-Punk, »Rip It Up and Start Again«, an. In einer Zeit, in der Musik noch greifbar war – als Schallplatte, als Zeitschrift, als Objekt –, war jeder neue Tonträger ein Ereignis, jede Ausgabe eines Magazins ein Ritual. Zwischen den späten Achtzigern und den frühen Neunzigern entfaltete sich ausgehend von diesen Objekten und Ereignissen eine musikalische Revolution, in der die Underground-Szene die Gitarrenmusik neu erfand und langsam in den Mainstream einsickerte, während sich politisch statt Utopien und Zukunftsentwürfen der Konservatismus festgesetzt hatte. - Reynolds erzählt von der Explosion des Noisepop, von Shoegaze, Slackern und Grunge – von My Bloody Valentine und Sonic Youth, die mit atemberaubenden Sounds eine zweite Psychedelic-Welle entfachten, den Cocteau Twins und Slowdive, die in Traumwelten entführten. Außerdem treten auf: Dinosaur Jr., Björk, Pixies, PJ Harvey, Nirvana, Felt, R.E.M., Hüsker Dü, Talulah Gosh, Big Black, Butthole Surfers, Spacemen 3, Spiritualized, Galaxie 500, Mercury Rev, Pavement, Stereolab, Stone Roses, Pussy Galore und viele mehr. - »Still in a Dream« ist der sehr persönliche Blick eines Journalisten, der damals als Autor diverser Musikmagazine dabei war, diese musikalischen Entwicklungen zu begleiten und ihnen Namen zu geben. Simon Reynolds beschwört die Magie der analogen Welt, bevor das Internet, Streaming und soziale Medien die Spielregeln der Musik für immer verändert haben. Ein Buch für alle, die sich fragen, was verloren ging – und was vielleicht nie ganz verschwunden ist.